Rentenlücke: Wie viel dir im Alter fehlt
Die meisten schätzen ihre spätere Rente zu hoch. Eine einfache Rechnung zeigt, wie groß der Abstand zum heutigen Netto sein kann und warum er mit den Jahren wächst.
Ausgangssituation
Die Rentenlücke ist der Abstand zwischen dem, was du heute netto verdienst, und dem, was später als Rente ankommt. Eine Beispielrechnung: 4.000 Euro brutto im Monat, das sind rund 2.600 Euro netto. Die gesetzliche Rente liegt geschätzt bei etwa 1.450 Euro netto. Jeden Monat fehlen also 1.150 Euro.
Was gilt?
Die gesetzliche Rente funktioniert als Umlage. Wer heute arbeitet, zahlt die Renten von heute. Weil wir länger leben, weniger Kinder geboren werden und die Wirtschaft zu langsam wächst, bleibt pro Rentner weniger übrig. Die Durchschnittsrente liegt bei etwa 1.100 Euro brutto, nach mindestens 45 Beitragsjahren bei etwa 1.670 Euro brutto. Davon gehen noch Kranken- und Pflegeversicherung ab, gegebenenfalls auch Steuern.
Wo sind die Grenzen?
Die Lücke bleibt nicht gleich, die Inflation macht sie größer. Bei 2 Prozent im Jahr werden aus 1.150 Euro in 30 Jahren 2.083 Euro. Dazu kommt das Bauchgefühl: Die meisten schätzen ihre Rente zu hoch ein, jeder Vierte sogar um mehr als die Hälfte.
Worauf du achten solltest
Zeit ist der größte Hebel. Ein Rechenbeispiel mit 4 Prozent Verzinsung und 2 Prozent Inflation: Wer in 30 Jahren 500 Euro Kaufkraft von heute zusätzlich haben will, legt rund 314 Euro im Monat zurück. Bleiben nur 15 Jahre, sind es schon 653 Euro.
Damit alles passt
- Deine letzte Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung heraussuchen.
- Den Betrag dort mit deinem heutigen Netto vergleichen.
- Kranken- und Pflegeversicherung und Steuern abziehen.
- Betriebsrente und eigene Verträge dazurechnen, die du schon hast.
Grundlage: Beispielrechnung, Werte geschätzt; Sparbeispiel mit angenommenen 4 % Verzinsung und 2 % Inflation, keine Garantie. Durchschnittswerte Stand 01/2026. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Beratung. Was genau gilt, steht in deinem Vertrag.