Warum Schmuck und Bargeld in der Hausrat gedeckelt sind
Die Hausratversicherung zahlt bis zur Versicherungssumme. Für Wertsachen gilt aber eine eigene, deutlich niedrigere Grenze. Was die Entschädigungsgrenze ist und wie du sie im Blick behältst.
Ausgangssituation
Nach einem Einbruch fehlen Laptop, Fernseher und die Schmuckschatulle. Für Laptop und Fernseher zahlt die Hausrat bis zur Versicherungssumme. Für den Schmuck gilt eine eigene Obergrenze, die Entschädigungsgrenze für Wertsachen. Üblich sind höchstens 20 Prozent der Versicherungssumme, für alle Wertsachen zusammen.
Was gilt?
Als Wertsachen gelten unter anderem Bargeld, Geldkarten, Sparbücher und Wertpapiere, dazu Schmuck, Edelsteine, Perlen und Edelmetalle, Briefmarken und andere Sammlungen sowie Kunst und Antiquitäten. Ein Teil davon ist in jeder Hausrat mitversichert, eben bis zu dieser Grenze.
Wo sind die Grenzen?
Neben der Prozentgrenze gibt es oft noch kleinere Einzelgrenzen, zum Beispiel für Bargeld, Sparbücher oder Edelmetalle. Ob Wertsachen auch außerhalb eines anerkannten, verschlossenen Tresors versichert sind, regelt jeder Tarif anders. Das gilt auch für Sachen im Bankschließfach.
Worauf du achten solltest
Wer viele Wertsachen hat, braucht eine höhere Entschädigungsgrenze. Je nach Gesamtwert verlangt der Versicherer dann besondere Sicherungen, bei hohen Werten auch einen Tresor. Ein Erbstück oder eine neue Uhr ändert das schnell. Teure Neuanschaffungen meldest du deshalb am besten gleich, damit Summe und Schutz mitwachsen.
Damit alles passt
- Schmuck und Uhren einzeln fotografieren und Besonderheiten notieren.
- Rechnungen, Zertifikate und Gutachten aufheben.
- Eine Liste über Sparbücher, Urkunden und Wertpapiere anlegen.
- In deinen Bedingungen die Grenzen für Wertsachen und Bargeld nachlesen.
Grundlage: Allgemeine Hausratbedingungen, Grenzen je nach Vertrag. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Beratung. Was genau gilt, steht in deinem Vertrag.